Samstag 7 Rabii' Ath-Thaany 1440 - 15 Dezember 2018
German

Weshalb wurde ˈIsa (Jesus) -Friede auf Ihm- für das Emporheben in den Himmel auserwählt?

Frage

Wo doch Muhammad -Allahs Segen und Frieden auf ihm- der beste der Propheten ist, weshalb wurde nicht er in den Himmel emporgehoben, an Stelle von ˈIsa (Jesus)? Und weshalb wurde ˈIsa für das Emporheben in den Himmel auserwählt und kein anderer Prophet?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah

"Allah -der Erhabene- umfasst alles mit Barmherzigkeit und Wissen und Er umschließt alles mit Stärke und Zwang (Bezwingung). Gepriesen sei Er. Ihm gehört die vollkommene Weisheit, Sein Wille wird ausgeführt und Ihm gehört die umfassende Macht. Er wählt unter den Menschen, wenn Er will aus, als Propheten, Gesandten, Überbringer froher Kunde und als Warner. Einige von ihnen hat Er über andere erhoben und jedem von ihnen hat Er besondere Vorteile gegeben, welche Er wollte. (Dies) aufgrund Seiner Güte und Barmherzigkeit. So hat Er mit enger Freundschaft Seine engen Freunde Ibrahim (Abraham) und Muhammad -Allahs Segen und Frieden auf ihnen- bevorzugt. Und so hat Er jeden Propheten mir Zeichen und Wundern, welche Er ihm geben wollte, besonders gemacht und welche seiner Zeit angemessen waren und die als Argument gegen sein Volk erbracht werden. (Dies) aufgrund Seiner Weisheit und Gerechtigkeit. Sein Urteil wird nicht rückgängig gemacht und Er ist der Allmächtige, der Allweise, der Feinfühlige (Milde), der Allkundige. Nicht jeder Vorteil an sich zieht eine Bevorzugung nach sich. Die Auswahl ˈIsa`s, dass er lebendig in den Himmel emporgehoben wurde, ist entsprechend dem Willen Allahs und seiner Weisheit und nicht weil er besser wäre als seine Gesandtenbrüder wie Ibrahim, Muhammad, Musa (Moses) und Nuh (Noa) -Allah Segen und Frieden auf ihnen-. Ihnen wurde das an Vorteilen und Zeichen gegeben, welche aufzeigen, dass sie besser sind als er. 

Kurzgesagt wird die Angelegenheit zu Allah zurückgebracht. Er regelt (plant) wie Er will. Er wird, aufgrund der Vollkommenheit Seines Wissens und Seiner Weisheit, nicht danach gefragt, was Er tut. Darüberhinaus ist an diese Fragestellung weder eine Tat gebunden, noch wird dadurch der Glaube (ˈAqida) gefestigt. Vielmehr könnte es sein, dass man (der Fragesteller) dadurch in Verwirrung (Unsicherheit) gerät und sein Herz und Verstand von Zweifeln eingenommen werden.

Dem Muslim obliegt es, sich den Angelegenheiten, welche Allahs gehören, zu ergeben und sich um jene Angelegenheiten zu bemühen, die seinen (eigenen) Glauben und Taten betreffen. Dieses ist der Pfad der Propheten und Gesandten, der Weg der rechtschaffenen Khalifen und der rechtgeleiteten Altvorderen (Salaf) dieser Umma.

Und bei Allah ist der Erfolg. Allahs Segen und Frieden seien auf unserem Propheten Muhammad, seiner Familie und seinen Gefährten.

Und Allah weiß es am besten.“
[Ende des Zitats]
Schaikh ˈAbduˈaziz Ibn ˈAbdillah Ibn Baz
Schaikh ˈAbdurrazaq ˈAfifi

Schaikh ˈAbdullah Ibn Ghunayman
Schaikh ˈAbdullah Ibn Quˈud.

Und Allah weiß es am besten.

Quelle: [Aus den Rechtsurteilen des Ständigen Fatwa-Komitees (3/476)]

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