Mittwoch 13 Rabii' Al-Awwal 1440 - 21 November 2018
German

Der Treueeid von 'Ali ibn Abi Talib an Abu Bakr as-Siddiq, möge Allah mit ihnen zufrieden sein.

Frage

Viele Schiiten behaupten, dass 'Ali ibn Abi Talib, möge Allah mit ihm zufrieden sein, nie den Treueeid an Abu Bakr, möge Allah mit ihm zufrieden sein, abgelegt hatte. Sie sagen, dass seine Faust geballt war, und dass er auf keinen Fall den Treueeid ablegte. Ich frage mich, ob es dem Schaikh (hier wird Schaikh Al-Munajjid angesprochen), so Allah will, möglich wäre, mir zu helfen das zu verstehen, was tatsächlich geschehen ist. Möge Allah Sie mit Gutem belohnen.

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah.

Erstens:

Der Treueeid von 'Ali ibn Abi Talib, möge Allah mit ihm zufrieden sein, ist in den zwei Sahih-Werken (Al-Bukhari und Muslim) bestätigt worden, auch wenn es nach einigen Monaten verspätet geschah.

Von 'Aischa, möge Allah mit ihr zufrieden sein, wurde überliefert, dass Abu Bakr, möge Allah mit ihm zufrieden sein, zu 'Ali ibn Abi Talib, möge Allah mit ihm zufrieden sein, herein kam, nachdem er ihn einlud (o. zu sich rief). Daraufhin las 'Ali den Taschahhud (Er sprach das islamische Glaubensbekenntnis aus) und sagte: „Wir kannten bereits deinen Vorzug und was Allah dir gab. Und wir waren noch nie, wegen dem, was Allah dir brachte, eifersüchtig, jedoch hast du unabhängig von uns gehandelt. Wir jedoch sehen, aufgrund unserer Verwandtschaft mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, dass wir einen Anteil (daran) haben (, dass du nach unserer Meinung fragst und dich um unseren Treueeid bemühst).“

Daraufhin flossen die Tränen von Abu Bakr. Als Abu Bakr dann sprach, sagte er:

„Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, die Verwandtschaft des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, ist mir lieber, als, dass ich meine eigene Verwandtschaft pflege. Und was das betrifft, was zwischen uns, in Bezug auf diese Besitztümer, vorgefallen ist, so habe ich das Gute nicht unterlassen, und ich habe noch nie eine Sache gelassen, in der ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sah, dass er sie tat, außer, dass ich sie auch tat.“

Daraufhin sagte 'Ali zu Abu Bakr: „Wir treffen uns am Abend für den Treueeid.“

Als dann Abu Bakr das Mittagsgebet verrichtete, stieg er auf die Minbar, sprach den Taschahhud aus und erzählte von der Sache von 'Ali, seiner Zurückhaltung von dem Treueeid und von seiner Entschuldigung, mit der er sich entschuldigt hatte. Hierauf bat 'Ali um Vergebung, sprach den Taschahhud aus und ehrte das Recht von Abu Bakr hoch. Er erzählte, dass ihn dies, was geschah, nicht die Eifersucht gegenüber Abu Bakr brachte, auch nicht aus Missfallen gegenüber dem, womit Allah ihm den Vorzug gewährte, jedoch sah er, dass er (und seine Verwandtschaft) einen Anteil (bzgl. der Beratung und des Treueeides) hat, aber er handelte unabhängig von ihnen und sie waren darüber verärgert. Dies erfreute die Muslime und sie sagten: „Du hast richtig gehandelt.“ Und die Muslime waren 'Ali nahe, als er zur guten Sache zurückkehrte (gemeint ist, dass sie mit ihm zufrieden waren und sein Handeln lobten).“

Überliefert von al-Bukhari (3998) und Muslim (1759)

In einer anderen Überlieferung von Muslim in seinem Sahih-Werk:

„Hierauf stand Ali auf, ehrte das Recht Abu Bakrs hoch und erzählte von seinem Vorzug und seiner Vergangenheit. Dann ging er zu Abu Bakr und leistete ihm den Treueeid. Danach kamen die Menschen zu Ali und sagten: „Du hast richtig und gut gehandelt!“ So waren die Menschen Ali nahe, als er sich der guten Sache näherte.“

An-Nawawi, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:

„Was das Zurückhalten von 'Ali, möge Allah ihm barmherzig sein, von dem Treueeid angeht, so erwähnte es 'Ali (selbst) in diesem Hadith und Abu Bakr, möge Allah mit ihm zufrieden sein, machte die Entschuldigung geltend. Trotzdem schmälert seine Zurückhaltung weder den Treueeid noch ihn selbst.

Was den Treueeid angeht, so sind sich die Gelehrten darüber einig, dass es keine Bedingung ist, dass er von allen Menschen geleistet werden muss, und auch nicht von allen der Ahl al-Hall wa al-´Aqd. Vielmehr ist die Leistung des Treueeids von denen vorausgesetzt, denen es leicht fällt sie zusammen zu bringen, von Gelehrten, Oberhäuptern und angesehenen Menschen.

Was den Nicht-Vorwurf darin angeht, so ist dies, weil nicht jeder verpflichtet ist zum Führer zu gehen, seine Hand auf die seine zu legen und die Treue zu leisten. Vielmehr soll er, wenn Ahl al-Hall wa al-´Aqd sich dem Führer anschließen, sich diesem beugen, keinen Widerspruch zeigen und sich nicht auflehnen.

Und so war die Stellung von 'Ali, möge Allah mit ihm zufrieden sein, zu dieser Zeit, die vor seinem Treueeid war, denn er hat Abu Bakr weder widersprochen, noch hat er sich gegen ihn aufgelehnt (o. sich von ihm getrennt). Aber er hat sich wegen dem erwähnten Grund im Hadith an der Teilnahme zurückgehalten. Und die Abschließung und Festsetzung des Treueeids sind nicht von seiner Teilnahme abhängig und es ist keine Pflicht für ihn, und andere daran teilzunehmen. Da es also keine Pflicht war, nahm er nicht daran teil.

Von ihm wurde auch nicht überliefert, dass er den Treueeid geschmäht oder widersprochen hat. Jedoch hatte er einen Vorwurf (siehe oben). Aus diesem Grund hielt er sich zurück bis der Vorwurf (geklärt) und bei Seite gelegt wurde.

Der Grund für den Vorwurf war, dass er, trotz seines Ansehens und seines Vorzuges in allen Dingen, und seiner Nähe zum Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, usw. meinte, dass man keine Sache, ohne seine Beratung und Teilnahme, entscheiden solte. Der Grund von Abu Bakr, 'Umar und allen anderen Sahaba war klar. Denn sie waren der Meinung, dass es als eines der größten Nutzen für die Muslime ist, dass man sich bei dem Treueeid beeilen solle, und befürchteten, dass wenn sich es nach hinten schieben sollten, dadurch Meinungsverschiedenheiten und Streit entstehen, was gewaltigen Schaden mit sich bringen würde. Aus diesem Grund schoben sie das Begräbnis des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, nach hinten, bis sie den Treueeid geleistet hatten, aufgrund dessen, dass es zu den wichtigsten Dingen gehörte, damit kein Streit bezüglich seines Begräbnisses, seines Leichentuches, seiner Waschung, dem Gebet auf ihm oder sonst was entsteht, während sie niemanden haben, der diese Dinge entscheidet. Somit waren sie der Meinung, dass das Vorziehen des Treueeides zu den wichtigsten Dingen gehörte.“

Aus „Scharh Muslim“ (77/12-78)

Al-Hafidh ibn Hajar, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:

„Als würden sie ihn entschuldigen, dass er sich, während der Lebenszeit von Fatima, von Abu Bakr zurückhielt, da er mit ihr beschäftigt war, sie pflegte und sie, aufgrund ihrer Trauer wegen ihrem Vater, Allahs Segen und Frieden auf ihm, tröstete. Und als sie wütend war, dass Abu Bakr sie zurückwies, als sie ihn nach dem Erbe fragte. Deshalb war 'Ali der Meinung ihr in der Zurückhaltung zuzustimmen .“

Aus „Fath al-Bari“ (494/7)

Zweitens:

Es wurde auch überliefert, dass 'Ali ibn Abi Talib, möge Allah mit ihm zufrieden sein, Abu Bakr schon von Anfang an den Treueeid geleistet hat und sich davon nicht zurückgehalten hat. Aber über die Bestätigung dieser Überlieferung, in der dies (genauer) dargelegt wird, gibt es Uneinstimmigkeiten.

Der Hadith wurde nämlich von Wuhaib ibn Khalid, berichtet von Dawud ibn Abi Hind, berichtet von Abu Nadhra berichtet von Abu Sa’iid überliefert.

Vier der Gefährten von Wuhaib ibn Khalid haben den Hadith überliefert. Drei von ihnen überlieferten ihn auf gekürzte Weise, der die Erwähnung vom Treueeid von 'Ali und az-Zubair an Abu Bakr, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, am Anfang seines Kalifats, nicht beinhaltet.

Diese sind:

1. 'Affan ibn Muslim. Und die Überlieferung wird noch genauer dargelegt. Derjenige, der von 'Affan ibn Muslim überlieferte, dass er vom Treueeid erzählte, hat sich geirrt und einen Fehler begangen.

2. Abu Dawud at-Tayalisi im „Musnad“ (495/1, Nr. 603). Mit derselben Überlieferungskette von ibn ´Asakir in „Tarikh Dimaschq“ (314/19).

3. Zuhair ibn Ishaq: Er ist ein schwacher Überlieferer, so wie es in „Mizan al-I´tidal“ (82/2) steht. Diese Überlieferungskette überlieferte ibn ´Adiyy in „al-Kamil“ (223/3) und sagte: „Ich kenne keinen, der dies (diesen Hadith) von Dawud überlieferte außer Zuhair ibn Ishaq und Wuhaib. Zuhair hat gute Hadithe. Derjenige von den Leuten Basras, der am meisten von ihm überlieferte, war Muhammad ibn Abu Bakr al-Maqdimi. Und ich hoffe, dass es kein Problem mit ihm gibt, denn (Yahya) ibn Ma’in hat von ihm einen Maqtu‘-Hadith verworfen, wie ich bereits erwähnte. Was aber seinen Musnad-Hadith angeht, so sind diese im Allgemeinen richtig/stark.“

Was den vierten Überlieferer von Wuhaib ibn Khalid angeht, so hat er ihn (den Hadith) mit der verlängerten Version, die den Treueeid von 'Ali ibn Abi Talib und az-Zubair an Abu Bakr, möge Allah ihnen allen barmherzig sein, beinhaltet, überliefert.

Dieser Überlieferer ist al-Mughira ibn Salama Abu Hisham al-Makhzumi. Er ist vertrauenswürdig und fest (Thiqatun Thabt), so wie es in „Tahdhib at-Tahdhib“ (261/10) steht, was Imam Al-Baihaqi in „As-Sunan Al-Kubra“ (143/8) von ihm überlieferte. Er sagte: „Abul Hassan 'Ali ibn Muhammad ibn 'Ali Al-Hafidh al-Isfaraini überlieferte von Abu 'Ali al-Husain ibn 'Ali al-Hafidh, berichtet von Abu Bakr Muhammad ibn Ishaq ibn Khuzaima und Ibrahim ibn Abi Talib, berichtet von Bandar ibn Baschar, berichtet von Abu Hischam al-Makhzumi, berichtet von Wuhaib, dann erzählte er es so.“

Abu 'Ali al-Hafidh sagte: „Ich hörte Muhammad ibn Ishaq ibn Khuzaima sagen: „Muslim ibn Hajjaj kam zu mir und fragte mich nach diesem Hadith, daraufhin schrieb ich ihn ihm auf einen Zettel und las ihn vor. Er sagte daraufhin: „Dieser Hadith ist so viel Wert, wie eine Kamelstute.“ Ich fragte: „So viel, wie eine Kamelstute? Vielmehr so viel, wie ein Vollmond.“

Die Aussage: „… dann erzählte er es so.“ Er meint damit die Version, in der der Treueeid erwähnt wird, so wie es klar und deutlich in der Überlieferung von ibn ´Asakir in „Tarikh Dimaschq“ (277/30), berichtet von Imam al-Baihaqi selbst, steht.

Imam adh-Dhahabi, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte, nachdem er die Überlieferung zitierte, in der der Treueeid erwähnt wurde:

„Trotz dass die Überlieferungskette gut ist, sind darin Dinge vorhanden, die abgelehnt/verworfen werden, so halte dir das vor Augen.“

Aus „Al-Muhadhdhab“ (3239/6)

Was die Erläuterung der Meinungsverschiedenheit über 'Affan ibn Muslim anbelangt, so wird dies folgendermaßen erklärt:

Über 'Affan ibn Muslim ist man sich in zwei Punkten uneinig:

1. Dass er (der Hadith) von den großen Imamen überliefert wurde, die (ihn) von 'Affan, in einer gekürzten Version, nahmen. Darin wird der Treueeid von 'Ali ibn Abi Talib und az-Zubair an Abu Bakr, möge Allah ihnen allen barmherzig sein, nicht erwähnt. Der Wortlaut (dieses Hadiths ist folgender):

„Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, starb, standen die Prediger der Ansar (Helfer, gemeint sind die Medinenser, die den Mekkanern, nach ihrer Auswanderung, geholfen haben) auf und einige von ihnen begannen zu sagen: „O ihr Muhajirun (Auswanderer, gemeint sind die Mekkaner, die von Mekka nach Medina auswanderten)! Gewiss, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegte, wenn er einen Mann von euch sandte, ihn mit einem Mann von uns zusammen zu bringen. So sind wir der Meinung, dass diese Sache von zwei Männern übernommen werden soll. Einer von euch und einer von uns.“

Daraufhin stand Zaid ibn Thabit auf und sagte: „Gewiss, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, gehörte zu den Muhajirun, so waren wir die Ansar (Helfer) des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm. Somit ist der Imam einer von den Muhajiren und wir sind seine Ansar, so wie wir einst die Ansar des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, waren.“

Abu Bakr, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte hierauf: „Möge Allah es euch mit Gutem belohnen, O ihr Ansar! Und möge Er euren Redner festigen. Bei Allah, wenn ihr etwas anderes als das gesagt hättet, hätten wir mit euch keinen Frieden gestiftet.“

Dies überlieferten von ihm:

Ibn Abi Schaiba in „Al-Musannaf“ (430/7),

Imam Ahmad in „Al-Musnad“ (489/35)

Ibn Sa’d in „At-Tabaqat“ (212/3),

Al-Baladhuri in „Ansab Al-Aschraf“ (318/3),

Ahmad ibn al-Qayim ibn Al-Musaawir al-Jawahiri, wie es bei at-Tabarani in „Al-Mu’jam Al-Kabir“ (114/5) steht,

Ja’far As-Sayegh, wie es bei ibn ´Adiyy in „Al-Kamil“ (223/3) steht, dass er sagte: „Uns überlieferte 'Ali ibn Ahmad ibn Marwan, berichtet von Abu As-Saqr Al-Warraq, und dieser ist Yahya ibn Dawud al-Baghdadi, berichtet von Muhammad ibn Munir ibn Saghir, berichtet von Ja’far As-Sayegh, berichtet von 'Affan …“

Adh-Dhahabi sagte über diese Überlieferung:

„Dies hat eine authentische Überlieferungskette.“ Aus „Siyar A’lam An-Nubalaa“ (433/2)

Und Al-Haithami sagte über diese Überlieferung:

„At-Tabarani und Ahmad überlieferten es und seine Männer (Überlieferer) sind authentisch.“ (Majma‘ Az-Zawaid“ (183/5)

2. Dies überlieferte einer der Gefährten von 'Affan ibn Muslim, in der verlängerten Version, in der der Treueeid von 'Ali ibn Abi Talib und az-Zubair an Abu Bakr, möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein, erwähnt wird. Der Wortlaut:

„Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, starb, standen die Prediger der Ansar auf und einer von ihnen begann zu sagen: „O ihr Muhajirun! Gewiss, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegte, wenn er einen Mann von euch einsetzte, einen Mann von uns mit ihm einzusetzen. Somit sind wir der Meinung, dass diese Sache zwei Männer übernehmen sollen. Einer von ihnen ist von euch und der andere von uns.“

Da folgten die Prediger der Ansar diesem, woraufhin Zaid ibn Thabit, möge Allah mit ihm zufrieden sein, aufstand und sagte: „Gewiss, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, gehörte zu den Muhajirun und der Führer soll einer der Muhajirun werden (o. wird einer der Muhajirun). Und wir werden seine Ansar sein, so wie wir einst die Ansar des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, waren.“

Daraufhin stand Abu Bakr, möge Allah mit ihm zufrieden sein, auf und sagte: „Möge Allah euch mit Gutem belohnen, O ihr Ansar! Und möge Er euren Redner festigen.“ Hierauf sagte er: „Wenn ihr etwas anderes, als das, gemacht hättet, , hätten wir mit euch keinen Frieden gestiftet.“

Danach nahm Zaid ibn Thabit die Hand Abu Bakrs und sagte: „Das ist euer Anführer, so leistet ihm den Treueeid.“ So begannen sie damit.

Als Abu Bakr, möge Allah mit ihm zufrieden sein, auf der Minbar saß, schaute er sich die Gesichter der Leute an, doch er sah 'Ali, möge Allah mit ihm zufrieden sein, nicht. Er fragte nach ihm und einige Leute der Ansar standen auf und holten ihn. Abu Bakr, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagte: „Der Vetter des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, und sein Schwiegersohn! Wolltest du dich von der Gemeinschaft der Muslime trennen?“

Er antwortete: „Kein Tadel, O Kalif des Gesandten Allahs!“ So leistete er ihm den Treueeid.

Danach sah er az-Zubair ibn al-´Awaam, möge Allah mit ihm zufrieden sein, nicht. Er fragte nach ihm, bis sie ihn her brachten. Hierauf sagte er: „Der Cousin des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, und sein Jünger! Wolltest du dich von der Gemeinschaft der Muslime trennen?“ Daraufhin sagte er dasselbe wie 'Ali: „Kein Tadel, o Kalif des Gesandten Allahs.“ Danach leistete er ihm den Treueeid.“

Dies überlieferte Ja’far ibn Muhammad ibn Schakir ibn 'Affan in dieser verlängerten Form. Genauso überlieferte es al-Hakim in „Al-Mustadrak“ (80/3). Und von ihm überlieferte er es von seinem Schaikh Abu Muhammad al-Muqri` bei al-Baihaqi in „As-Sunan Al-Kubra“ (143/8).

Al-Hakim sagte: „Dies ist ein authentischer Hadith, gemäß der Bedingung der zwei Schaikhs (Al-Bukhari und Muslim), doch haben sie ihn nicht überliefert.“ In „At-Talkhis“ hat Adh-Dhahabi darüber geschwiegen.

Ja’far ibn Muhammad ibn Schakir, auch wenn al-Khatib al-Baghdadi, Ibn al-Munadi und Maslama ibn Al-Qasim ihn, so wie es in „Tahdhib At-Tahdhib“ (102/2) steht, als vertrauenswürdig einstuften, so widersprachen ihnen dabei die großen Imame, die den Hadith von 'Affan ibn Muslim besser kannten, als er. Somit ist der authentische Punkt der gekürzte Hadith und dass der Treueeid von 'Ali ibn Abi Talib an Abu Bakr, möge Allah mit ihm zufrieden sein, in dieser Begebenheit, nicht erwähnt wurde.

Sa’d ibn Iyaas al-Jariri folgte Dawud ibn Abi Hind in der Überlieferung von Abu Nadhra. Und in seiner Überlieferung wird der Treueeid von 'Ali und az-Zubair an Abu Bakr, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, erwähnt, so wie es in „Tarikh Dimaschq“ (278/30) steht.

Jedoch ist in der Überlieferungskette 'Ali ibn ´Aasim ibn Suhaib al-Waasiti. Dieser hat in den Überlieferungen viele Fehler begangen.

'Ali ibn al-Madiini sagte über ihn: „'Ali ibn ´Aasim hat sich oft geirrt. Und wenn er sich geirrt hat und ihm darauf geantwortet wurde, hat er es nicht zurückgenommen.“ Und so haben alle anderen Kritiker über ihn geurteilt. Siehe: „Tahdhib At-Tahdhib (348/7)

Drittens:

Das Fazit ist, dass der von 'Ali ibn Abi Talib, möge Allah mit ihm zufrieden sein, bestätigte Treueeid der ist, der in den zwei Sahih-Werken von Aa-Bukhari und Muslim überliefert wurde. Und was den ersten überlieferten Treueeid, im Hadith von Abu Sa’iid al-Khudri, betrifft, so hält man sich davor zurück dies zu bestätigen.

Was die Behauptung angeht, dass 'Ali ibn Abi Talib, möge Allah mit ihm zufrieden sein, den Treueeid aus Zwang geleistet hat, so ist dies eine falsche Behauptung, die aus klarem Hochmut und starker Blindheit (o. Unwissenheit) über die Realitäten, die in den authentischen Überlieferungsketten überliefert wurden, erzählt wird.

Schaikh al-Islam Ibn Taimia, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:

Durch Mutawatir-Berichten weiß man, dass sich keiner vom Treueeid an Abu Bakr As-Siddiq, möge Allah mit ihm zufrieden sein, zurückhielt, bis auf Sa’d ibn ´Ubaada. Was 'Ali und die Banu Hashim (Der Stamm der Haschimiten, zu denen der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, und seine Verwandtschaft gehörten) angeht, so haben sie, mit Übereinstimmung der Leute, ihm den Treueeid geleistet. Keiner von ihnen starb, außer, dass er ihm den Treueeid leistete, jedoch wird gesagt, dass sich der Treueeid von 'Ali um sechs Monate verspätete. Es wird auch gesagt, dass er ihm sogar am zweiten Tag den Treueeid leistete. Jedenfalls haben sie ihm, ohne Zwang, die Treue geleistet.“

Aus „Minhaj As-Sunnah“ (232/8)

Und Allah weiß es besser.

Sende deine Anmerkungen