Sonntag 8 Rabii' Ath-Thaany 1440 - 16 Dezember 2018
German

Gibt es eine Belohnung für das tägliche Rezitieren der schönsten Namen Allahs?

Frage

Ich will ab dem kommenden Ramadan damit anfangen, täglich die schönsten Namen Allahs zu rezitieren. Welche festgelegte Belohnung gibt es hierfür? Zu welchen Zeiten sollte ich diese 'Ibada (Gottesdienst) verrichten?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gehört Allah.

Es wurde in der Sunnah berichtet, dass die Belohnung für die Aufzählung der Namen Allahs, des Erhabenen, das Eintreten in das Paradies ist. So haben al Bukhary (2736) und Muslim (2677) von Abu Huraira überliefert, dass der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: „Wahrlich Allah hat neunundneunzig Namen, einen weniger als hundert, wer sie aufzählt, wird in das Paradies eintreten.“

Mit der genannten Aufzählung ist folgendes gemeint:

1. Sie auswendig zu lernen.

2. Ihre Bedeutung zu kennen.

3. Diese in die erforderlichen Taten umzusetzen. Wenn man also weiß, dass Allah Der Einzige ist, so darf Ihm keine Gottheit beigesellt werden, und wenn man weiß, dass Er Der Versorger ist, so darf von keinem außer Ihm, um Versorgung gefragt werden. Und sollte man wissen, dass Er Der Barmherzige ist, so sollte man Taten verrichten, die ein Grund dafür sind, diese Barmherzigkeit zu erlangen.

4. Ihn mit Seinen Namen zu bitten und zu rufen (Du’aa), so wie es Allah, Der Mächtige und Große, sagte: „Allahs sind die schönsten Namen; so ruft Ihn damit an“ Surah al A’raaf 7:180

Und das indem man zum Beispiel sagt: Oh, Barmherziger (Rahman), erbarme dich mir. Oh, Verzeihender (Ghafur), verzeihe mir. Oh, Vielvergebender (Tawwab), vergib mir.

Durch diese erwähnten Punkte realisieren wir, dass es nicht richtig ist, einfach die Namen zu rezitieren, ohne sie zu verstehen, oder danach Taten folgen zu lassen, oder mit ihnen Du’aa zu machen.

Shaykh Muhamamd ibn Salih al Uthaimin sagte: Mit der Aufzählung der Namen ist nicht gemeint, sie schnell aufzuschreiben und dann solange zu wiederholen, bis man sie auswendig gelernt hat. Ende seiner Aussage (Majmuu’ Fatawa wa Rasaail ibn Uthaimin 1/74).

Des weiteren besteht kein Zweifel daran, dass es im Ramadan besser ist, sich mit dem Koran zu beschäftigen, als mit anderen Adhkar (Gedenksarten). So empfehlen wir dir, den Koran zu rezitieren und über seine Bedeutungen nachzudenken, es gleichzeitig nicht zu vernachlässigen, Allah, Erhaben sei Er, mit Seinen Namen anzurufen.

Und Allah weiß es am besten.

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