Dienstag 10 Rabii' Ath-Thaany 1440 - 18 Dezember 2018
German

Der Umgang mit jemandem, der anderen mit seiner Sünde schadet

Frage

Was soll ich machen, wenn mir eine Person mit seiner Sünde schadet und er mit dieser Tat weitermacht?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah.

Was man machen soll, ist dem Sünder einen guten Rat geben, egal ob dich diese Sünde schädigt oder nicht. Das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten gehört zu den gewaltigen obligatorischen Dingen und fortlaufend diesem nachzugehen ist eine verlangte Sache, so wie Allah, erhaben sei Er, sagte:

„Und als eine Gemeinschaft von ihnen sagte: „Warum ermahnt ihr Leute, die Allah vernichten oder mit strenger Strafe strafen wird?“, sagten sie: „Als eine Entschuldigung bei eurem Herrn und auf dass sie gottesfürchtig werden mögen.“

[Al-A’raaf:164]

Ibn Kathir, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte in seinem „Tafsir“ zu diesem Vers:

„Er, erhaben sei Er, berichtet über die Bewohner dieses Dorfes, das sich in drei Gruppen gespalten hat: Eine Gruppe, die Verbotenes begangen hat und dahingehend täuschen wollte Fische am Sabbat (Samstag) zu fangen (obwohl es ihnen Allah verboten hat), eine andere Gruppe, die das „Verwerfliche“ verbot und sich von ihnen isoliert hat, und eine Gruppe, die geschwiegen hat, so hat sie weder etwas getan noch etwas verboten, jedoch sagten sie zu der verwerfenden „Gruppe“: „Warum ermahnt ihr Leute, die Allah vernichten oder mit strenger Strafe strafen wird?“ D.h.: „Warum verbietet ihr es diesen, obwohl ihr wisst, dass sie zugrunde gehen werden und die Strafe Allahs verdient haben. Es hat keinen Nutzen ihnen dies zu verbieten.“ Die Verwerfenden sagten ihnen: „Als eine Entschuldigung bei eurem Herrn.“ D.h.: „Wir tun dies „als eine Entschuldigung bei eurem Herrn“, d.h. da er uns angewiesen hat das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, und „auf dass sie gottesfürchtig werden mögen“, d.h. auf dass sie sich durch diese Verwerfung vor dem hüten, worauf sie sich befinden, es unterlassen und reuig zu Allah zurückkehren. Und wenn sie reuig zurückkehren, wird Allah ihre Reue annehmen und mit ihnen barmherzig sein.“

Der Muslim muss die Art und Weise des Verwerfens und der Einladung (Da’wa) variieren. Einmal, indem er ihnen die Gehorsamkeit begierig macht, oder indem er ihnen vor der Strafe der Sünde Angst macht, oder indem er Geschichten zur Ermahnung erzählt, oder indem er das Unheil der Sünde und ihre üble Auswirkung für das Leben des Sünders darlegt etc.

Und wenn der Mensch es trotzdem nicht erträgt sich dem Sünder zu nähern, sich von ihm geschädigt fühlt und keinen Nutzen darin sieht ihn zu beraten, dann soll er sich von ihm entfernen und sich von ihm trennen. Und Allah verleiht den Erfolg und leitet zum geraden Weg.

Quelle: Schaikh Muhammad Salih al-Munajjid

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