Montag 14 Jumaada Ath-Thaany 1443 - 17 Januar 2022
German

Ein Wort zu Mobbing

Frage

Wir bitten um eine Erklärung über das Urteil von Mobbing in all ihren Facetten, die schwere Androhung der Täter und ein Wort an diese Mobber.

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah..

Mobbing: Es bedeutet wiederholte verbale und körperliche Übergriffe, die normalerweise von dem angreifenden Jungen oder Mädchen gegen Personen ihres Alters oder jünger ausgeübt werden. Leider ist dieses Phänomen in Schulen und Wohngegenden weit verbreitet und verursacht beim Opfer in der Regel schwere körperliche und psychische Schäden und die schlimmen Auswirkungen können ihn manchmal zum Selbstmord bringen, wenn es niemanden gibt, der auf seinen Zustand und sein tägliches Leiden aufmerksam wird.

Um dieses soziale Problem zu lesen, muss man, nachdem man Allah -erhaben ist Er- um Hilfe gebeten hat, alle Parteien, die dieses Phänomen umgeben, einbeziehen. Speziell:

Die Familienseite des Täters:

Die Familie, die an diesem Phänomen leidet, sollte mit der Familie des Täters kommunizieren und sie an Allah -erhaben ist Er- erinnern und dass Er von ihnen verlangt, dass sie sich um ihre Kinder kümmern und sie von bösen Charakterzügen fernhalten müssen.

Allah -erhaben ist Er- sagte: „O die ihr glaubt, bewahrt euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, über das hartherzige, strenge Engel (gesetzt) sind, die sich Allah nicht widersetzen in dem, was Er ihnen befiehlt, sondern tun, was ihnen befohlen wird.“ [At-Tahrim:6]

Schaikh Muhammad Al-Amin Asch-Schanqiti -möge Allah ihm barmherzig sein- sagte: „Der Mensch muss seinen Angehörigen, wie seine Frau, seine Kinder etc., das Gute gebieten und das Verwerfliche verbieten, denn Allah -erhaben ist Er- sagte: ‚…bewahrt euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer‘, und der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: ‚Jeder von euch ist ein Hirte und jeder von euch ist für seine Herde verantwortlich.‘“ Aus „Adwa Al-Bayan“ (2/209).

Sie sollen sie auch vor Allahs Strafe im Jenseits warnen, da sie es vernachlässigen ihre Kinder anzuweisen und sie nicht vom Unterdrücken abhalten, denn Übertretungen zu vernachlässigen und zu billigen gehört zum Verrat in Bezug auf die Kindererziehung.

Al-Hasan überlieferte, dass 'Ubaidullah Ibn Ziyad den Ma'qil Ibn Yasar bei seiner Krankheit besuchte, an der er gestorben ist. Ma'qil sagte zu ihm: „Ich berichte dir von einem Hadith, den ich vom Gesandten Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- hörte. Ich hörte den Propheten -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagen: „Es gibt keinen Diener, der von Allah die Verantwortung über eine Herde auferlegt bekommt, und sich nicht um diese kümmert, außer dass er den Duft des Paradieses nicht vorfindet.“ Überliefert von Al-Bukhary (7150) und Muslim (142).

Ebenso sollen sie vor dem bösen Ende dessen warnen, wenn man seine Kinder nicht davon abhält tyrannisch zu handeln, denn die Vergeltung erfolgt durch dieselbe Tat, so wie die islamischen Überlieferungstexte und die Erfahrung zeigen. Alle Väter und Mütter müssen den religiösen Antrieb ihrer Kinder stärken und sie nach der richtigen Glaubenslehre und den schönen Charaktereigenschaften, wie Toleranz, Respekt, gutes Benehmen, die Liebe zu anderen, das Streben ihnen zu helfen etc., erziehen.

Die Familienseite des Opfers:

Die Eltern des Kindes müssen sich um es kümmern und dürfen es nicht mit der Begründung vernachlässigen, dass es lernen soll seine Probleme selbst zu lösen und nicht von anderen abhängig zu sein.

'Abdullah Ibn 'Umar -möge Allah mit ihm zufrieden sein- berichtete, dass der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: „Jeder von euch ist ein Hirte und für seine Herde verantwortlich. So ist der Anführer der Hirte der Menschen und für sie verantwortlich, der Mann ist der Hirte seiner Familie und für sie verantwortlich, die Frau ist die Hirtin des Hauses ihres Mannes und seiner Kinder und für sie verantwortlich. Gewiss, jeder von euch ist ein Hirte und jeder von euch ist für seine Herde verantwortlich.“ Überliefert von Al-Bukhary (2554) und Muslim (1829).

Zumal viele der Opfer von der verschwiegenen und verschlossenen Art sind. So verraten sie kaum, was sie beschäftigt. Die Eltern müssen mit ihm eine Beziehung aufbauen, welche über die Grenzen der Elternschaft, in Richtung Freundschaft, übertreffen, sodass er sich ihnen öffnet und anspornt ihnen seine Gedanken und Probleme preiszugeben. Ebenso müssen sie die Schule ihres Sohnes hin und wieder besuchen und sich nach seinem Zustand erkundigen. Es ist auch wichtig, dass sie ihm gute Freunde suchen, ihm erlauben sie hin und wieder einzuladen, damit sie erlaubter Unterhaltung und nützlichen Hobbys nachgehen und gemeinsam Hausaufgaben machen. Und so wie dies die Offenheit des Kindes erhöht, so schützt ihn dieser Bund zwischen ihnen vor der Aggression der Mobber.

Die Kinder sollten in Selbstverteidigungssportarten trainiert werden, da sie ihre körperliche und psychische Stärke härten, ihr Selbstvertrauen stärken und die Mobber von ihnen fernhalten. Dabei soll bei den Kindern immer betont werden, dass dieser Sport nicht für die Ausübung von Gewalt und Aggression gegen andere ist, sondern um den Körper gesünder und stärke zu machen und sich selbstverteidigen zu können, wenn dies notwendig ist.

Ebenso sollte man sich mit Imamen der Moscheen, Predigern und Satellitenkanälen in Verbindung setzen und sie auf die Bedeutung der Methoden dieses Themas aufmerksam machen, dass sie davor warnen sollen andere Menschen mit Worten oder Taten anzugreifen und dass man dafür im Jenseits bestraft wird, und dazu gibt es noch weltliche Strafen usw.

Eltern der verbleibenden Kinder, die ihre Klassenkameraden sind oder in der Nachbarschaft leben:

Es ist gut mit ihnen zu kommunizieren, sie auf die Gefahr dieses Problems aufmerksam zu machen, ihnen zu raten einander zu helfen die Kinder so zu erziehen, dass sie dem Unterdrückten helfen und den Unterdrücker von seinen Taten abhalten und sich nicht als Zuschauer und Genießer des Geschehens zufriedengeben, denn das ist ein Charakter, der dem Islam widerspricht.

Anas -möge Allah mit ihm zufrieden sein- berichtete, dass der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: „Unterstütze deinem Bruder, sei er ein Unterdrücker oder Unterdrückter.“ Daraufhin fragte ein Mann: „O Gesandter Allahs, ich unterstütze ihn, wenn er unterdrückt wird. Wenn er jedoch der Unterdrücker ist, wie unterstütze ich ihn dann?“ Er antwortete: „Du hältst ihn vom Unterdrücken ab. Dadurch unterstützt du ihn.“ Überliefert von Al-Bukhary (6952).

Al-Bara Ibn 'Azib -möge Allah mit ihm zufrieden sein- berichtete: „Der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- befahl uns sieben Dinge und verbat uns sieben andere.“ Davon erwähnte er: „Den Krankenbesuch, das Folgen des Totenzugs, dem Niesenden „Yarhamuka Allahu“ zu sagen, den Friedensgruß zu erwidern, den Unterdrückten zu unterstützen, die Einladung anzunehmen und den Schwur einer anderen Person (über sich) zu erfüllen:“ Überliefert von Al-Bukhary (2445) und Muslim (2066).

Es wäre auch gut mit der Schulleitung zu kommunizieren und mit ihr die Schaffung von Gedanken und Lösungen zu erörtern, die dieses Problem verschwinden lassen oder ihre Auswirkung schwächen.

Und Allah weiß es am besten.

Quelle: Islam Q&A