Dienstag 15 Shawwaal 1440 - 18 Juni 2019
German

Das Urteil darüber einen Profispieler als „God“ (Gott) oder „Godlike“ (göttlich) zu bezeichnen

Frage

In diesen Tagen haben sich westliche Videospiele sehr stark verbreitet, in denen es um Wettbewerbe zwischen den Spielern geht. Wenn der eine Spieler verliert, steht oben auf dem Bildschirm, dass der Soundso den anderen besiegt hat. Das Problem aber ist, dass, wenn man viele Spieler besiegt hat, ein komisches Wort kommt, so steht dort: „Der Soundso ist „Godlike.“ Ich bitte um eine Erklärung für dieses Wort. Ist es erlaubt so etwas zu sagen oder dass so ein Wortlaut unter den Spieler verwendet wird? Denn ich sehe, wie manche Spieler die Profis als „Godlike“ oder „God“ bezeichnen.

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah.

Es ist nicht erlaubt einen Profispieler oder jemand anderen als „God“ zu bezeichnen, da es „Gott“ oder „Allah“ bedeutet. Es ist auch nicht erlaubt ihn „Godlike“ zu nennen, da es „göttlich“ bedeutet.

Das Spiel bestätigt, wie du erwähnt hast, diese Bedeutung, und zwar, dass der Spieler dann „gottgleich“ genannt wird, da er (die Gegner) besiegt und bezwingt.

Es ist bekannt, dass es keinen Gott gibt außer Allah, allein, Der weder einen Partner, noch etwas Gleichgestelltes oder Ähnliches hat. Und alles andere ist ein Diener Allahs, das von Allah erschaffen wurde, der weder etwas an Göttlichkeit besitzt noch irgendwie dem Gott ähnelt.

Diese Handlung ist die der Götzendiener aus alter Zeit, die der Göttlichkeit allem gaben, was sie liebten und verehrten.

Ar-Raghib Al-Asfahani -möge Allah ihm barmherzig sein- sagte:
„Das Wort „Ilah“ machten sie zu einem Namen für alles, was sie anbeteten, genauso „Al-Laat“. Und sie nannten die Sonne „Göttin“, da sie sie anbeteten.

Und das Wort „Ilah“ stammt von „alaha“, was anbeten bedeutet. Somit ist „Al-Ilah“ derjenige, der angebetet wird.“ Aus „Al-Mufradat“ (S. 83).

Hütet euch davor diese Wörter auszusprechen, denn ein Wort, kann einen ins Höllenfeuer befördern, und das noch weiter als den Abstand zwischen Osten und Westen.

Al-Bukhary (6478) und Muslim (2988) überlieferten von Abu Hurairah, dass er den Gesandten Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagen hörte: „Wahrlich, der Diener spricht ein Wort von der Zufriedenheit Allahs aus, über das er nicht nachdenkt, durch das Allah ihn um Stufen erhebt. Und der Diener spricht ein Wort von der Unzufriedenheit Allahs aus, über das er nicht nachdenkt, durch das er in Jahannam (Einer der Namen des Höllenfeuers) fällt.“

Al-Bukhary (6477) und Muslim (2988) überlieferten auch von Abu Hurairah, dass er den Gesandten -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagen hörte: „Wahrlich, der Diener spricht ein Wort aus, über das er nicht nachdenkt/das ihm nicht klar ist, durch das er weiter ins Höllenfeuer fällt, als den Abstand zwischen Osten und Westen.“

At-Tirmidhi (2319) und Ibn Majah (3969) überlieferten von Bilal Ibn Al-Harith Al-Muzani, dem Gefährten des Gesandten Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm-, dass er den Gesandten Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagen hörte: „Wahrlich, einer von euch spricht ein Wort von der Zufriedenheit Allahs aus, von dem er nicht annimmt es würde so weit gehen, woraufhin Allah dadurch mit ihm zufrieden ist, bis er Ihn trifft. Und einer von euch spricht ein Wort von der Unzufriedenheit Allahs aus, von dem er nicht annimmt es würde so weit gehen, woraufhin Allah mit ihm unzufrieden ist, bis er Ihn trifft.“

Al-Albani stufte dies in „Sahih At-Tirmidhi“ also authentisch ein.

Und Allah weiß es am besten.

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