Samstag 7 Rabii' Ath-Thaany 1440 - 15 Dezember 2018
German

Das, was bezüglich des Eintritts des Monats und dessen Ende zählt, ist die (Mond)Sichtung

Frage

Leute behaupten, dass sie den Neumond vom Ramadan gesehen hätten, doch Astronomen und die Leute der Berechnungen behaupten, dass man ihn in solch einer Nacht nicht sehen kann. Damit habe ich kein Problem, denn es kann sein, dass die Berechnung fehlschlägt und die Abschätzung sich unterscheidet. Der Bereich des Problems aber ist, dass die Astronomen und jene, die sich mit Berechnungen beschäftigen, behaupten, dass sie den Neumond, in dieser Nacht, mit ihren Teleskopen und Instrumenten beobachteten, aber ihn nicht gesehen haben. Wie kann der Neumond mit bloßem Auge gesehen werden und nicht mit den modernen Geräten? Wenn die Angelegenheit sich im Gegenteil befände und sie ihn mit diesen Instrumenten sehen würden, aber nicht mit dem Auge, dann würde es die Meinungsverschiedenheit rechtfertigen, ob man fasten soll oder nicht, und ob die Leute ihr Fasten brechen sollen oder nicht. Das Problem aber ist: Wie kann man den Neumond mit den Augen sehen, aber nicht mit diesen Instrumenten? In Wirklichkeit möchte ich von ihnen eine heilende Aufklärung, die meine Sorge und Verwirrung verschwinden lässt. Ich glaube auch, dass ich in dieser Sache nicht alleine stehe.

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah.

Das, woran man sich, bzgl. der Bestätigung über den Eintritt des Monats Ramadan, hält ist die Mondsichtung, oder dass der Monat Scha’ban 30 Tage vollendet, wenn der Neumond nicht gesichtet wird. Das ist es, was die authentische Sunnah beweist, und worauf sich die Gelehrten einig waren.

Al-Bukhari (1909) und Muslim (1081) überlieferten von Abu Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass er berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:

„Fastet, wenn ihr ihn (den Neumond) seht, und bricht euer Fasten, wenn ihr ihn seht. Und wenn es bewölkt ist, dann lasst die Anzahl (der Tage) Scha’bans auf dreißig vollenden.“

Die astronomischen Berechnungen sind nicht entscheidend, denn die Grundlage der Mondsichtung ist, dass sie mit bloßem Auge gesehen wird, aber wenn der Neumond mit modernen Einrichtungen gesichtet wird, so soll man nach dieser Sichtung handeln, so wie es in der Antwort der Frage Nr. 106489 erwähnt wurde.

Nun, wie kann man den Neumond mit bloßem Auge sichten, aber nicht mit Teleskopen und Geräten? Dies geht auf den Unterschied der Mondsichtungsstelle und ihrer Zeit zurück.

Auf jeden Fall ist das Urteil an die Mondsichtung gebunden. Solange ein vertrauenswürdiger, oder zwei vertrauenswürdige, Muslime ihn sichten, ist es eine Pflicht nach dieser Sichtung zu handeln.

Schaikh Salih ibn Muhammad Al-Luhaidan, Präsident des hohen Gerichtsrats, möge Allah ihn bewahren:

„Es gibt einen Bruder namens ´Abdullah Al-Khudairi, der für die Mondsichtung bekannt ist. Er hat oft (den Mond) beobachtet, auch wenn es nicht in der Zeit des Neumondes war. Einige Astronomen kamen zu ihm und trafen sich mit ihm in der Provinz „Hauta Sudayr“. Er berichtete mir, dass sie abschätzten, dass der Mond in dieser Nacht, an einem gewissen Ort, erscheint, basierend auf ihren Berechnungen und Abschätzung auf ihren Computern. Er berichtete ihnen, dass er niemals an dem Ort erscheinen wird, den sie erwähnten, da er ihn, schon vor ihnen, den Abend zuvor gesichtet hätte. Er kennt die Stellen des Mondes, in denen er jede Nacht erscheint und an der vorigen (Nacht) vorbeistreift. Als er dann erschien, erschien er da, wo er ihn festlegte, und nicht da, wo sie ihn festlegten. Er entschuldigte sie, weil sie den Ort nicht mit der Sichtung, sondern mit Computern, die vor ihnen liegen, festlegten.“

Aus einen offenen Treffen mit dem ar-Riyadh-Magazin.

http://www.alriyadh.com/2007/10/12/article286271_s.html

Und Allah weiß es am besten.

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