Mittwoch 13 Rabii' Al-Awwal 1440 - 21 November 2018
German

Die Taschriq-Tage

Frage

Was sind die Taschriq-Tage? Und worin unterscheiden sie sich von anderen Tagen?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah

Die Taschriq-Tage sind der elfte, zwölfte und dreizehnte Tag vom Monat Dhul-Hijja. Ihr Vorzug wurde in einer Anzahl von Versen und Überlieferungen erwähnt.

Mitunter:

1.- Die Aussage Allahs -des Gewaltigen und Mächtigen: „Und gedenkt Allahs während einer bestimmten Anzahl von Tagen.“ [Al-Baqara 2:203]
„Die bestimme Anzahl von Tagen“ bezieht sich auf die Taschriq-Tage. Das sagte Ibn ˈUmar -möge Allah mit ihm und seinem Vater zufrieden sein-, und die meisten Gelehrten haben diese Aussage auserwählt.

2.- Die Aussage des Propheten -Allahs Segen und Frieden auf ihm- bezüglich der Taschriq-Tage: „Gewiss sind es Tage des Essens, Trinkens und Gedenken Allahs -des Gewaltigen und Mächtigen-.“

Während der Taschriq-Tage sind zahlreiche Arten des Gedenken bzw. der Erwähnung Allahs angeordnet. Mitunter:

- Das Gedenken Allahs (Dhikr) unmittelbar im Anschluss an die Pflichtgebete durch den Takbir. Der Mehrheit der Gelehrten nach ist dieser (Takbir) bis zum letzten der Taschriq-Tage vorgeschrieben.

- Das Gedenken Allahs durch die Erwähnung seines Namens und das Aussprechen des Takbir beim Schächten des Opfertiers. Die Zeit für das Schächten des Opfertiers (Udhiya und Hady) erstreckt sich bis zum letzten der Taschriq-Tage.

- Das Gedenken Allahs beim Essen und Trinken. Es ist vorgeschrieben, dass man zu Beginn des Essens und Trinkens Allahs Namen erwähnt, und nach dem Essen und Trinken Ihn lobpreist (Hamd). Es wurde überliefert, dass der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: „Allah ist damit zufrieden, dass der Diener nach der Einnahme einer Mahlzeit ihm dafür dankt, und Ihm (ebenso) nach dem Trinken dafür dankt.“

[Überliefert von Muslim (2734)]

- Die Erwähnung Allahs durch den Takbir beim Bewerfen der Jamarat (Säulen) während der Taschriq-Tage. Dieses gilt nur für die Pilger.

- Das uneingeschränkte Erwähnen Allahs. Während der Taschriq-Tage ist es beliebt (Mustahab) vermehrt Allah zu erwähnen. ˈUmar -möge Allah mit ihm zufrieden sein- pflegte es auf Mina in seinem Zelt den Takbir zu sprechen, so dass die Leute ihn hören konnten und auch den Takbir sprachen, so dass Mina durch den Takbir erbebte. Allah -erhaben ist Er- sagte bereits:
„Wenn ihr dann eure Riten vollzogen habt, dann gedenkt Allahs, wie ihr eurer Väter gedenkt, oder mit noch innigerem Gedenken. Unter den Menschen gibt es manch einen, der sagt: "Unser Herr, gib uns im Diesseits!" Doch hat er am Jenseits keinen Anteil. Unter ihnen gibt es aber auch solche, die sagen: "Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes, und bewahre uns vor der Strafe des (Höllen)feuers!“ [Al-Baqara 2:200, 201]

Zudem haben viele der Altvorderen (As-Salaf) das vermehrte Sprechen von Bittgebeten während der Taschriq-Tagen als beliebt (Mustahab) erachtet.

In der Aussage des Gesandten Allahs „Gewiss sind es Tage des Essens, Trinkens und Gedenken Allahs -des Gewaltigen und Mächtigen-„ ist ein Hinweis darauf, dass das Essen und Trinken dabei helfen Allahs -erhaben ist Er- zu gedenken. Zum vollendeten Dank der Gunsterweisung Allahs (Niˈma) gegenüber gehört es diese als Hilfsmittel zur Gehorsamkeit Ihm gegenüber einzusetzen.

Allah -erhaben ist Er-  hat in seinem Buch den Verzehr guter Dinge angeordnet. Und wer die Gunsterweisung (Niˈma) Allahs ihm gegenüber einsetzt, um ungehorsam zu sein (und zu sündigen), so hat er Kufr gegenüber dieser Gabe gezeigt, und sie mit Undankbarkeit ausgetauscht, und verdient es, dass sie ihm weggenommen wird.

Es wurde gesagt:

„Wenn dir eine Gabe gegeben wurde, so bewahre sie, da die Sünde die Gabe hinfort nimmt.
Bleib für sie Allah gegenüber dankbar, da der Dank Allah gegenüber das Unheil hinfort nimmt.“

3.- Der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- hat das Fasten dieser Tage verboten, indem er sagte: „Fastet diese Tage nicht, da sie gewiss Tage des Essens, des Trinkens und Gedenken Allahs -des Gewaltigen und Mächtigen- sind.“
Überliefert von Ahmad (10286), und Al-Albani hat ihn in „As-Silsila As-Sahiha“ (3573) als authentisch (Sahih) eingestuft.

Siehe „Lataˈif Al-Maˈarif“ von Ibn Rajab, S. 500

O Allah, gewähre uns Erfolg bei der Verrichtung rechtschaffener Taten, festige uns zum Zeitpunkt unseres Sterbens und erbarme dich unserer, O Du, Der reichlich gibt und beschenkt. Und alles Lob und Dank gebühren dem Herrn der Welten.

Und Allah weiß es am besten.

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