Mittwoch 11 Rabii' Ath-Thaany 1440 - 19 Dezember 2018
German

Die Einigung der Muslimen, im Bezug auf ihr Fasten und Fastenbrechen, ist eine islamisch-gesetzliche Forderung und eine Darlegung über die Verwirklichung ihrer Art und Weise

Frage

Warum einigen sich die Muslime nicht über den Eintritt des Monats Ramadan und seinem Ende? Wie kann man dies verwirklichen?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah.

Es besteht kein Zweifel, dass die Einigung der Muslime, im Bezug auf ihr Fasten und ihr Fastenbrechen, eine gute Sache ist, von den Seelen geliebt wird und, von der islamischen Gesetzgebung her, verlangt wird, wo auch immer dies möglich ist. Dazu gelangt man aber nur durch zwei Angelegenheiten:

Erstens:

Dass alle Gelehrten der Muslime es annullieren, dass man sich an die (astronomischen) Berechnungen hält, so wie dies einst der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, und die Altvorderen dieser Nation taten. Und dass sie die Mondsichtung, oder die Vollendung der Anzahl (der Tage des Monats), in die Tat umsetzen, so wie dies der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, in authentischen Ahadith darlegte. Schaikh Al-Islam ibn Taymiya, erwähnte, in „Al-Fatawa“ (132/25,133), die Übereinstimmung der Gelehrten, dass es nicht erlaubt sei sich an die Berechnung, bezüglich der Bestätigung des Fastens und des Fastenbrechens etc., zu halten.

Al-Haafidh erwähnte in „Al-Fath“ (127/4) von Al-Baaji, dass er sagte:

„Der Konsens der Altvorderen ist, dass man die Berechnung nicht berücksichtigt, und dass ihr Konsens ein Argument gegen jene, nach ihnen, ist.“

Zweitens:

Dass sie (die Muslime) sich verpflichten und daran halten die Mondsichtung in jedem islamischen Staat, der nach Allahs Gesetz handelt und sich Seiner Regeln/Urteile verpflichtet, zu bestätigen. Wann auch immer, in einem davon (dieser Staaten), die Sichtung des Neumondes, durch den islamisch-gesetzlichen Beweis, indem der Monat eintritt oder endet, bestätigt wird, sollen sie (die anderen Staaten) diesem dabei folgen und dadurch nach dem handeln, was der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:

„Fastet, wenn ihr ihn seht, und bricht euer Fasten, wenn ihr ihn seht. Und wenn es über euch bewölkt ist, dann vollendet die Anzahl (der Tage des Monats in dreißig).“

Und er, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:

„Gewiss, wir sind eine analphabetische Nation. Weder rechnen noch schreiben wir. Der Monat ist so und so …“, und er zeigte drei Mal mit seiner Hand und hielt seinen Daumen, beim dritten Mal, fest: „Und der Monat ist so und so“, und er zeigte mit all seinen Fingern.

Er, Allahs Segen und Frieden auf ihm, meinte damit, dass der Monat entweder 29 oder 30 Tage hat. Es gibt viele Ahadith, die selber Bedeutung sind, unter anderem von Ibn ´Umar, Abu Huraira, Hudhaifa ibn Al-Yamaan und andere, möge Allah mit ihnen zufrieden sein. Es ist bekannt, dass der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, nicht die Bewohner Medinas speziell ansprach, vielmehr sprach er die gesamte Nation, in all ihren Zeiten und Gebieten bis zum Tag der Auferstehung, an.

Solange nun diese zwei Angelegenheiten vorhanden sind, ist es möglich, dass sich die islamischen Staaten darauf einigen gemeinsam zu fasten und ihr Fasten zu brechen. Wir bitten Allah, dass er ihnen dabei Erfolg verleiht, und ihnen verhilft die islamische Gesetzgebung als Urteil richten zu lassen und das abzulehnen, was diesem widerspricht. Es besteht kein Zweifel, dass dies eine auf ihnen lastende Pflicht ist, da Er, gepriesen sei Er, sagte:

„Aber nein, bei deinem Herrn! Sie glauben nicht eher, bis sie dich über das richten lassen, was zwischen ihnen umstritten ist, und hierauf in sich selbst keine Bedrängnis finden durch das, was du entschieden hast, und sich in voller Ergebung fügen.“

[An-Nisaa 4:65]

Und alles, was diesbezüglich an Versen kam. Es besteht auch kein Zweifel, dass, wenn sie in all ihren Angelegenheiten diese (die islamische Gesetzgebung) richten lassen, diese für sie geeignet ist, sie rettet, sie zusammenführt, sie gegen ihren Feind unterstützt und sie dadurch mit der dies- und jenseitigen Glückseligkeit gewinnen. So bitten wir Allah darum, dass er ihre Brüste dafür öffnet und ihnen hilft, Er ist allhörend und nah.

Der geehrte Schaikh ´Abdul ´Aziz ibn Baz, möge Allah ihm barmherzig sein.

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