Donnerstag 19 Sha'baan 1445 - 29 Februar 2024
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Die Art und Weise des Wischens über Ledersocken und Socken

Frage

Meine Frage bezieht sich auf den Hadith, der das Streichen über die Ledersocken im Zustand der rituellen Reinheit behandelt. Ibn Khuzaima sagte, dass gemäß dem, was im Hadith von Safwan bin Assal überliefert wurde, in dem über den Propheten -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: „Er befahl uns, über die Socken zu wischen, wenn wir sie im Zustand der Reinheit tragen, für einen Zeitraum von drei Tagen für den Reisenden und für einen Tag und eine Nacht für den Bewohner.“

Meine Frage ist: Kann ich davon ausgehen, dass ein Tag und eine Nacht im Hadith 24 Stunden bedeuten? Kann ich daher jederzeit meine Socken im Zustand ritueller Reinheit tragen und dann bei der Waschung über sie wischen, sofern dies innerhalb von 24 Stunden geschieht? Ist es mir zum Beispiel erlaubt, an einem Tag um elf Uhr abends Socken zu tragen und dann bei der Waschung bis elf Uhr abends am nächsten Tag über sie zu wischen?

Könnten Sie mir bitte auch sagen, über welchen Teil der Socken gewischt werden sollte?

Ich weiß, dass es nicht erlaubt ist, über die Unterseite der Socken zu wischen, aber müssen wir über die Seiten, die Rückseite und die Vorderseite der Socken wischen?

Bitte antworten Sie mir, denn das wird mein Leben viel einfacher machen, und meine Haut ist empfindlich und die Vernachlässigung dieser Angelegenheit führt bei mir zu großer Besessenheit und Unzufriedenheit.

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah..

Der Beginn des Zeitraums für das Wischen über die Socken:

Der Beginn des Zeitraums für das Wischen über Socken oder Ledersocken beginnt mit ersten Mal, in dem man über sie, nach der Unreinheit, gestrichen hat. Und nicht, nachdem die Socken angezogen wurden.

Siehe die Antwort auf Frage Nr. 9640 .

Die Art und Weise des Wischens über Socken und Ledersocken, indem die mit Wasser befeuchten Finger auf die Zehen gelegt werden und dann bis zu den Beinen gezogen werden (sodass gewischt wird). Der rechte Fuß mit der rechten Hand und der linke Fuß mit der linken Hand. Die Finger sollen gespreizt werden, wenn man wischt, und es soll nicht wiederholt werden. Aus „Al-Mulakhas Al-Fiqhi“ (1/143), von Schaikh Salih Al-Fauzan.

Schaikh Ibn Uthaimin -möge Allah ihm barmherzig sein- sagte: „Es bedeutet, dass das, was gewischt werden soll, die obere Seite der Ledersocken ist. So streicht man mit der Hand, nur von den Zehen bis zum Bein. Das Wischen wird mit beiden Händen und beiden Beinen gemeinsam vollzogen. Das bedeutet, dass die rechte Hand den rechten und die linke Hand den linken Fuß zur gleichen Zeit bestreicht, sowie über die Ohren gewischt wird. Denn das ist, was augenscheinlich aus der Sunna hervorkommt. Denn Al-Mughira Ibn Schuba -möge Allah mit ihm zufrieden sein- sagte: ‚Daraufhin wischte er über sie.‘ Er sagte nicht, dass er mit der rechten Hand begann. Offensichtlich besagt also die Sunna, dass es so ist. Ja, wenn angenommen wird, dies mit einer Hand nicht gemacht werden kann, dann wird erst über den rechten dann den linken Fuß gewischt. Viele Menschen wischen mit beiden Händen erstmal über den rechten Fuß und dann über den linken Fuß, was aber unseres Wissens nach keinerlei Grundlage hat. Wie auch immer jedoch über die obere Seite der Ledersocken gewischt wird, so genügt dies. Wir aber erwähnen hier das, was am besten ist.“ Aus „Fatawa Al-Mara Al-Muslima“ (1/250).

Über die Seiten der Socken oder den hinteren Teil wird nicht gewischt, da diesbezüglich nichts überliefert wurde.

Schaikh Ibn Uthaimin sagte: „Es mag sein, dass jemand sagt: ‚Am ehesten sollte über die untere Seite der Socken gewischt werden, da mit dieser Seite der Boden und Schmutz berührt werden. Wenn wir aber darüber nachdenken, finden wir heraus, dass das Wischen über die obere Seite der Socken besser und logischer ist, denn mit diesem Wischen ist nicht die Reinigung beabsichtigt, sondern die Anbetung. Und wenn wir über die untere Seite der Socken wischen, würden wir sie nur weiter schmutzig machen.“ Aus „Asch-Scharh Al-Mumti“ (1/213).

Und Allah weiß es am besten.

Quelle: Schaikh Muhammad Salih al-Munajjid