Dienstag 3 Rabii' Ath-Thaany 1440 - 11 Dezember 2018
German

Die Demut im Gebet

Frage

Ist es richtig, dass das Gebet, in dem es keine vollkommene Demut vor Allah -der Mächtige und Gewaltige- gibt, von Allah nicht angenommen wird oder nicht?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah

Vom Betenden wird verlangt, dass er demütig in seinem Gebet ist und darauf zukommt. Denn Allah -erhaben isti Er- sagte: „Den Gläubigen wird es ja wohl ergehen, denjenigen, die in ihrem Gebet demütig sind.“ [Al-Mu'minun:1-2]

Somit gehören das Zukommen auf das Gebet und die Demut darin zu den wichtigsten Aufgaben und es ist seine Seele. Demzufolge soll man darauf bedacht sein demütig und gelassen im Gebet zu sein; in der Niederwerfung, in der Verbeugung, zwischen den beiden Niederwerfungen und nach der Verbeugung, wenn man aufrecht steht, demütig und gelassen ist – und man soll nicht hastig sein!

Und wenn die Demut auf einer Art fehlt, durch die man das Gebet aushöhlt, und man keine Gelassenheit hat, so ist das Gebet ungültig.

Wenn man aber im Gebet gelassen ist, jedoch von einigen Sorgen geplagt und Vergessenheit geplagt wird, so wird das Gebet dadurch nicht ungültig, jedoch hat er nur das vom Gebet, was er (in seinem Verstand) beachtet hat. Und wenn er darin demütig und zukommend ist, so steht ihm hier der Lohn zu und was er vernachlässigt, so entgeht ihm dieser Lohn. Jedoch wird das Gebet nur dann ungültig, wenn es frei von Gelassenheit ist, wie wenn man sich ohne Gelassenheit verbeugt, hastet und die Körperteile keine Demut finden. Die Pflicht aber ist, dass man so gelassen bleibt, bis jeder Wirbelknochen auf seine Stelle kommt und bis man in der Lage ist zu sagen: „Subhana Rabbi Al-'Adhim“, in der Verbeugung, und: „Subhana Rabbi Al-A'la“, in der Niederwerfung, und bis man in der Lage ist zu sagen: „Rabbana wa Laka Al-Hamd“, usw., und bis man in der Lage ist zwischen den beiden Niederwerfungen zu sagen: „Rabbi Ighfirli“, denn dies muss sein.

Und als der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- einen Mann gesehen hat, der in seinem Gebet nicht gelassen war, es vielmehr ausgehöhlt hat, ordnete er dem Mann an es zu wiederholen, in dem er sagte: „Bete, denn du hast nicht gebetet.“ Und die Gelassenheit gehört zu den wichtigsten Aspekten der Demut und die Demut ist eine Pflicht im Gebet; in der Verbeugung, der Niederwerfung, zwischen den beiden Niederwerfungen und während man, nach der Verbeugung, aufrecht steht. Dies wird Gelassenheit (Tuma'nina) oder auch Demut (Khuschu') genannt. Diese Gelassenheit muss sein, bis jeder Wirbelknochen auf seine Stelle kommt. Wenn man sich verbeugt, soll solange gelassen bleiben, bis die Knochen und Wirbelknochen auf ihre Positionen kommen. Und wenn man sich erhebt, soll man gelassen bleiben, während man nach der Verbeugung steht. Und wenn man sich niederwirft, soll man gelassen und ruhig bleiben und nicht hasten, bis jeder Wirbelknochen auf seine Position kommt.“

Der ehrenwerte Schaikh 'Abdul 'Aziz Ibn Baz -möge Allah ihm barmherzig sein-

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