In den Hadithen wird die Seide für Männer als verboten erklärt. Dazu gehört, was Abu Dawud (3535) von Ali Ibn Abi Talib - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überliefert hat. Er sagte: „Der Prophet Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - nahm Seide und legte sie in seine rechte Hand. Dann nahm er Gold und legte es in seine linke Hand. Danach sagte er: Diese beiden sind für die männlichen Angehörigen meiner Gemeinschaft verboten.“ Al-Albani erklärte diesen Hadith in „Sahih Abu Dawud“ (3422) für authentisch.
Mit der Seide, die für Männer verboten ist, ist natürliche Seide gemeint, die von der bekannten Seidenraupe gewonnen wird. Kunstseide fällt hingegen nicht unter dieses Verbot, denn das Verbot geht auf Allah, den Erhabenen, und Seinen Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - zurück. Was im Buch und in der Sunnah nicht als verboten erklärt wurde, ist erlaubt, denn grundsätzlich gilt für die Dinge, dass sie erlaubt sind.
Einige dieser aus Kunstseide hergestellten Stoffe sind jedoch sehr weich und ähneln den Stoffen der Frauen. Solche Stoffe sollte ein Mann meiden, denn vom Mann werden Rauheit, Festigkeit und Männlichkeit erwartet. Weichheit und Verweichlichung sind für Männer nicht angemessen.
Siehe: „Ash-Sharh al-Mumti“ (2/207), „Tawdih Al-Ahkam“ (2/447).
Und Allah weiß es am besten. Allahs Segen und Frieden seien auf unserem Propheten Muhammad.