Sonntag 15 Shawwaal 1441 - 7 Juni 2020
German

Die zehn letzten Tage vom Ramadan beginnen mit der 21. Nacht, egal ob der Monat 30 oder 29 Tage hat

Frage

Ich habe eine Frage, die von einem Freund kommt, über die zehn letzten Tage vom Ramadan. Mein Freund sagt, dass, wenn Ramadan 29 Tage hat, die zehn letzten Tage vom 19. bis zum 29. gehen? Wie kann ich dann die ungeraden Tage davon erkennen? Wie ist Ihre Antwort darauf?

Inhalt der Antwort

Alles Lob gebührt Allah.

Die zehn letzten Tage vom Ramadan beginnen mit der 21. Nacht, egal ob der Monat 30 oder 29 Tage hat.

Dies beweist der Hadith bei Al-Bukhary (813) und Muslim (1167), in dem Abu Sa'id Al-Khudri sagte: „Der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- vollzog den I'tikaf in den ersten zehn Tagen vom Ramadan, und wir vollzogen es mit ihm. Dann kam Jibril zu ihm und sagte: „Das, wonach du verlangst, ist vor dir.“ Daraufhin vollzog er den I'tikaf in den zehn mittleren Tagen, so vollzogen wir es mit ihm. So kam Jibril und sagte: „Das, wonach du verlangst, ist vor dir.“ Daraufhin stand der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- predigend am Morgen des 20. Ramadan auf und sagte: „Wer mit dem Propheten -Allahs Segen und Frieden auf ihm- den I'tikaf vollzog, der soll zurückkommen, denn mir wurde die Nacht der Bestimmung gezeigt, dann aber wurde veranlasst, dass ich sie vergesse. Jedoch ist sie in den letzten zehn Tagen, in den ungeraden. Und ich sah mich selbst (im Traum), wie ich die Niederwerfung in Schlamm und Wasser vollzog.“ Die Decke der Moschee bestand aus Palmblättern und wir sahen nichts im Himmel, doch dann kam eine Wolke und es regnete über uns. Daraufhin betete der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- mit uns, bis ich die Schlamm- und Wasserspuren auf seiner -Allahs Segen und Frieden auf ihm- Stirn und Nasenspitze sah. Und dies bestätigte seinen Traum.“

In einer Überlieferung bei Al-Bukhary (2027) heißt es: „Der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- pflegte den I'tikaf in den mittleren zehn Tag im Ramadan zu vollziehen. So vollzog er ihn an einem Jahr, bis die 21. Nacht eintraf. Es war die Nacht, in dessen Morgen er von seinem I'tikaf kam und sagte: „Wer mit mir den I'tikaf vollzog, der soll es (auch) in den letzten zehn Tagen tun. Und mir wurde diese Nacht gezeigt, jedoch wurde dann veranlasst, dass ich sie vergesse. Und ich sah mich selbst (im Traum), wie ich an ihrem Morgen die Niederwerfung in Schlamm und Wasser vollziehe. So sucht sie (diese Nacht) in den letzten zehn tagen, und sucht sie in den ungeraden Tagen.“ Daraufhin regnete es in dieser Nacht und die Moschee war von Palmblättern bedeckt. Es sickerte in die Moschee durch und meine Augen sahen auf der Stirn des Gesandten Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- die Wasser- und Schlammspuren, am Morgen des einundzwanzigsten.“

Al-Hafith -möge Allah ihm barmherzig sein- sagte: „Es ist klar, dass die Predigt am Morgen des 20. Tages gehalten wurde und der Regen in der 21. Nacht eintraf.“ Aus „Fath Al-Bari“ (4/257).

In einer weiteren Überlieferung bei Al-Bukhary (2018) und auch Muslim (1167) heißt es auch: „Der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- pflegte in den mittleren zehn Tagen vom Ramadan in der Moschee zu verweilen. In 20. Nacht dann, noch vor dem 21., kehrte er in sein Haus zurück, und jene, die mit ihm waren, kehrten auch in ihre Häuser zurück.“

Dies beweist, dass die zehn letzten Tage mit der 21. Nacht beginnen.

Deshalb ist die Ansicht der Mehrheit der Gelehrten, darunter die vier Imame, dass derjenige, der in den letzten zehn Tagen vom Ramadan den I'tikaf vollziehen will, vor dem Sonnenuntergang der 21. Nacht die Moschee betreten soll.

Siehe auch die Antwort auf die Frage Nr. 14046.

Die ungeraden Nächte der zehn letzten Tage sind: die 21., 23., 25., 27. und 29. Nacht.

Die 19. Nacht gehört nicht zu den ungeraden Nächten der zehn letzten Tage, egal ob der Monat 30 oder 29 Tage hat, da sie zu den zehn mittleren Nächten gehört.

Al-Hafith Ibn Hajar -möge Allah ihm barmherzig sein- sagte: „Die Nacht der Bestimmung beschränkt sich nur auf den Ramadan, dann auf die zehn letzten Nächte, dann auf die ungeraden Nächte, aber nicht auf einer bestimmten Nacht. Dies ist, worauf allgemein die Überlieferungen diesbezüglich basieren.“ Aus „Fath Al-Bari“ (4/260).

Und Allah -erhaben ist Er- weiß es am besten.

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